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Biotoppflege

Arbeitseinsätze erfolgten 2020 im Naturschutz- und FFH-Gebiet Leipheimer Moos auf der sogenannten „Blumenwiese“, am Naturdenkmal „Kalkflachmoor Federmähder“ im Reisensburger Hangwald sowie in Burgau auf dem Geländer einer ehemaligen Ziegelei. Alle Flächen werden einmal im Jahr gemäht und das Mähgut entfernt, um einer Verbuschung entgegenzuwirken und die Artenvielfalt von Flora und Fauna zu fördern.

Bei der Biotoppflege im Leipheimer Moos unterstützen wir die Arbeitsgemeinschaft Schwäbisches Donaumoos (ARGE Donaumoos), die sich um diese Biotopflächen seit Jahren kümmert und durch maschinelle Pflegemahd offen hält.  Bei der „Blumenwiese“ handelt es sich um eine Streuwiese mit sehr seltenen Tier- und Pflanzenartenwie z.B. dem präalpinen Duftlauch, der hier an der Donau die nördliche Grenze seiner Verbreitung erreicht, sowie verschiedene Orchideenarten.

Streuwiesen wurden in früheren Zeiten von den Landwirten einmal im Jahr im Herbst gemäht und das gewonnene Material zur Einstreu in den Stall verwendet. Heutzutage hat diese Nutzung seine Bedeutung verloren, da es zur Einstreu Stroh von den Äckern gibt oder die Kühe auf Spaltenböden stehen. Daher müssen Streuwiesen durch Pflegemahd offengehalten werden, sonst würden sie verbuschen.

Zur Schonung der Insekten wird die „Blumenwiese“ im Leipheimer Moos nicht jedes Jahr komplett gemäht, sondern Streifen, die jährlich wechseln. Allerdings breitet sich in diesen Brachstreifen der Faulbaum stark aus, welcher von den Mitarbeitern der ARGE Donaumoos bereits mit einer Motorsense selektiv rausgesenst wurde. Unsere Aufgabe bestand darin, das Material mit Gabeln auf Planen zusammenzutragen und an den Rand hinauszuziehen.

Im Reisensburger Wald liegt ein teils steil abfallendes großes Hangquellmoor, die sogenannten „Federmähder“. Das Biotop ist in dieser Ausprägung das einzige im Landkreis und beherbergt eine Vielzahl an sehr seltenen Pflanzenarten. An den steil abfallenden Hängen zum Donautal tritt über tonig-lehmigen, wasserstauenden Bodenschichten an den Quellhorizonten kalkhaltiges Wasser zu Tage und überrieselt den Hang. Beim Austritt des kalkhaltigen Wassers an die Luft fällt der Kalk aus und überzieht Moose, Pflanzenteile, aber auch Steine und Ästchen und es bildet sich fester Kalktuff. In wassergefüllten kleinen Senken, sogenannten „Schlenken“ sammelt sich Kalkschlamm.

Ausgedehnte Schilf-Großröhrichte, durchsetzt mit Großseggenrieden, kennzeichnen weite Teile des Hanges. In den Kernbereichen hat sich über dem Kalktuff eine Kalkflachmoorvegetation mit seltenen Pflanzenarten ausgebildet, die an den nährstoffarmen Standort gut angepasst sind.

Um das Zuwachsen der Fläche mit Schilf zu verhindern und damit die Artenvielfalt zu erhalten und zu erhöhen, ist eine jährliche Mahd erforderlich. Da es sich um sehr sensible, nasse und trittempfindliche Flächen handelt, muss das Mähgut an dem steilen Gelände in Handarbeit zusammengerecht und abgetragen werden. Dies dient dazu, dass kein zusätzlicher Nährstoffeintrag in den Boden erfolgt und sich keine Streuschicht am Boden am Boden sammelt, welche die Keimung von konkurrenzschwachen Pflanzenarten verhindert. 

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Die gemeinsame Arbeit in der Natur macht Spaß – bei jedem Wetter.

Interessierte melden sich unter der Nummer 0162-8569980 oder jutta.reiter@bund-naturschutz.de

Jede helfende Hand ist willkommen!